Donnerstag, 24. Januar 2013

Warum lügen sie? (II)

Computer über zwei Jahre im falschen Lager

Ich wiederhole noch einmal: Die Kripo von Garbsen hat die Staatsanwaltschaft von Hannover "um dringende Übersendung einer Annahmeverfügung/Entscheidung zu vorstehenden Asservaten" gebeten. Der Brief ging am 1. September 2004 bei der Staatsanwaltschaft von Hannover ein (was man durchaus doppelsinnig verstehen kann). Unzulässig gelagert wurden bis dahin meine beiden am 3. November 2003 beschlagnahmten Computer, mehrere Disketten, CD´s und ein Notizbuch. Danach wurde einer meiner beiden Computer freigegeben, ich bekam auch alle Disketten, CD´s und das Notizbuch zurück.

Anfang 2005 forderte der Leitende Oberstaatsanwalt von Hannover meine Akte an, weil ich im Netz als "Kinderschänder" (Bild 23) verleumdet worden war. Die Anforderung stammt vom 6. Januar 2005, an die Staatsanwaltschaft von Hannover zurückgegeben wurde meine Akte am 11. Januar 2005. Aus der Prüfung folgten keine Anweisungen.

Aus dem Jahre 2005 gibt es ansonsten nur noch ein Schreiben von mir, in dem ich mich erkundigt habe, wann ich meinen zweiten Computer zurückbekomme. Dieser Brief ging am 1. September 2005 bei der Staatsanwaltschaft von Hannover ein, beim Leitenden Oberstaatsanwalt am 2. September 2005.

Eines der letzten Schreiben in meiner Akte stammt von einem Anwalt aus Wilhelmshaven, den ich Anfang 2006 eingeschaltet habe, weil mich die Staatsanwaltschaft von Hannover augenscheinlich vergessen hatte. Dieser Anwalt forderte am 10. Februar 2006 Akteneinsicht. Zur Akte genommen wurde dieser Brief am 13. Februar 2006.

Die zuständige Staatsanwältin reagierte darauf am 23. Februar 2006 mit einer Verfügung. Erst einmal sollte der Zusatz "Vermögensabschöpfung" nachgetragen werden. Handschriftlich hielt diese Staatsanwaltschaft fest, dass sich mein zweiter Computer noch bei der Polizei befände. Außerdem solle eine Anklageschrift verfasst werden. Das geschah am gleichen Tage. Als Beweismittel aufgeführt wurden der beschlagnahmte Computer, die Disketten, die CD´s und das Notizbuch. Bis auf den zweiten Computer befand sich alles wieder in meinem Besitz...

Schlampiger kann man wohl kaum arbeiten...Mein zweiter Computer ist über zwei Jahre lang unzulässig gelagert worden. Bis dahin musste ich eine Zeitschrift wieder einstellen, wurde ich in Wilhelmshaven verleumdet, löste ich 2004 eine Lebensversicherung auf (Bild 31), um finanziell über die Runden zu kommen.


Kommentare:

  1. warum hat die staatsanwaltschaft in der akte "vermögensabschöpfung" nachtragen lassen? herr tjaden hat sich doch gar nicht unrechtmäßig bereichert. er ist von einer schlampig arbeitenden staatsanwaltschaft geschädigt worden. außerdem hat die staatsanwaltschaft doch offenbar gar nicht gewusst, welches beschlagnahmte vermögen noch im besitz der staatsanwaltschaft war. dieser behörde möchte ich nicht unschuldig in die hände fallen. die schrecken ja vor keiner illegalen aktion zurück...

    AntwortenLöschen
  2. das habe ich auf den seiten des justizministeriums von nrw zu "vermögensabschöpfung" gefunden:

    Nach den gesetzlichen Bestimmungen sind Gewinne aus Straftaten einzuziehen, also "abzuschöpfen". Das betrifft nicht nur die unmittelbar aus Straftaten erlangten Gegenstände selbst. Auch legale Vermögenswerte können Straftäterinnen und Straftätern unter bestimmten Voraussetzungen entzogen werden. Haben sie etwa die Beute aus einer Tat schon ausgegeben, müssen sie den Gegenwert ersetzen. In dieser Höhe kann der Staat auf ihr gesamtes Vermögen zugreifen.

    AntwortenLöschen
  3. der vermerk der staatsanwaltschaft vor einer anklage klingt doch sehr nach vorverurteilung...die staatsanwaltschaft von hannover ist also nicht nur unfähig, sondern auch überheblich. wenn sowas zusammenkommt, dann auweia.

    AntwortenLöschen
  4. diese geschichte hat die staatsanwaltschaft von hannover zehn jahre lang verheimlichen können

    http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=3&NAVZU_ID=46&STORY_ID=160

    AntwortenLöschen
  5. fürwahr, für die neue justizministerin/den neuen justizminister von niedersachsen gibt es viel zu tun. aber wird sie/er sich auch trauen?

    AntwortenLöschen
  6. ich bin immer gespannter darauf, wie dieses mal der petitionsausschuss des deutschen bundestages entscheidet. kennt dieser ausschuss den sumpf von hannover?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. im letzten moment wollte die staatsanwaltschaft also noch korrektes verhalten vorgaukeln...

      Löschen
  7. wenn man sich mit solchen leuten herumschlagen muss, freut man sich über jede begegnung mit anständigen menschen...

    AntwortenLöschen