Sonntag, 11. Oktober 2020

Themenübersicht

Die Fassade trügt: Das Haus der Staatsanwälte.
Foto: Heinz-Peter Tjaden




















Nirgendwo Robert Redford
Staatsanwälte spenden nicht
Groteske
Dario Fo hätte wohl einige Fragen gestellt
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Lehrer betatscht Schüler
Für Staatsanwaltschaft bedeutungslos
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Dürfen die das publik machen?
Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft
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Billige Justiz
Deutsches Recht ist preiswert
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Pilotprojekt
Innenministerium testet private IT-Polizei
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Elf Messerstiche reichen nicht
Mord ist gar nicht so einfach
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Schön formuliert
Unbekannte Ursachen gelingen immer häufiger
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Der Fehler
Jetzt haben sie die Bettina
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Kein Sommerloch
Ermittlungen im Neuen Rathaus
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Interview mit "Bild" Hannover
Einspruch, Frau Justizministerin!
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Justiz im Zwielicht
Hannover Connection 2.0
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Martin in der Sickergrube?
Hannover 96 soll ein "Justizfall" sein
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Irre Klinik
Ein Arzt mit harmlosen Erkrankungen
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Deutscher Journalistenverband
Staatsanwaltschaft Hannover "in schlechtem Licht"
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Erst mein Krimi
Dann der Justizirrtum
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Briefverkehr
Mit dem niedersächsischen Justizministerium
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Darauf einen Winterkorn
Weil der nichts weiß
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"Dich kriegen wir noch"
Hahnenkämpfe der Staatsanwaltschaften
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Festnahme nach 24 Jahren
Ehefrau in Fass eingeschweißt
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Die Maria-Jagd
Beweise sind eher zweitrangig
Hier lesen-nicht wundern 

Von Staatsanwälten belogen
Von anonymen bloggern verfolgt
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Seltsames Verfahren
Nicht vorhandene Beleidigungen 
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Vinzenzkrankenhaus Hannover
Generalstaatsanwaltschaft stellt Verfahren ein/Anwalt vergisst OP 
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Straftaten der Justiz im Fall Wulff und Edathy
Ministerin antwortet auf CDU-Anfrage
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Zwei Worte - ein Krimi

Staatsanwaltschaft Hannover
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Der Fall Edathy
Ermittlungsverfahren gegen Hartmann eingestellt    
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Warum lügen sie?

Bericht auf Basis einer vernichteten Akte?
Unglaubliche Vorgänge

Nur ein Wendt

Der ist es aber nicht gewesen
Staatsanwalt Türkay drückt sich um Antwort

Tatsächlich vorhanden

Ein Staatsanwalt mit Namen Türkay
Kripo Garbsen ruft zurück

Impressum







Heinz-Peter Tjaden
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Nirgendwo Robert Redford

Staatsanwälte spenden nicht

So kann es einem ergehen, der "Staatsanwälte küsst man nicht" zu seinen Lieblingsfilmen zählt, doch 2003, 2004, 2005 und 2006 bekam er es nicht mit Robert Redford als Staatsanwalt, Debra Winger als Anwältin und Daryl Hannah als Performancekünstlerin zu tun, sondern mit der Staatsanwaltschaft Hannover. Die war bereits bekannt für eine schlechte Performance, die 1986 sicherlich nicht verfilmt worden wäre. 

Von komisch-romantisch konnte ergo keine Rede sein, sondern eher von unfähig-verlogen: Die Geschichte begann am 3. November 2003 durchaus Hollywood-reif. Um 7 Uhr morgens standen zwei Kripo-Beamte vor seinem Bett. Obwohl schon im Frühjahr 2004 feststand, dass der Staatsanwaltschaft Hannover nicht einmal ein kleiner Fisch ins Netz gegangen war, ließ man ihn weiter zappeln, man reagierte auf keine einzige Wortmeldung, ließ jede Frage unbeantwortet, es sei denn, die Presse rief an. Bis er Ende 2005 mit einem Anwalt über die Sache sprach, dem die Geschichte nicht geheuer vorkam, was diesen Anwalt zu einer Bitte um Akteneinsicht veranlasste. Die hätte sicherlich auch Debra Winter geäußert und Robert Redford hellhörig gemacht. Die Performance wäre also noch zu retten gewesen, man hätte sich bei ihm entschuldigen und den Schaden wieder gut machen können (Schadenersatz für die Lebensversicherung,  die er 2004 vorzeitig und somit mit Verlust aufgelöst hat und Schmerzensgeld für die Folgen der falschen Beschuldigung).

Doch, was bereits schlecht war, wollte die Staatsanwaltschaft Hannover unbedingt noch schlechter machen. Bevor sein Anwalt Akteneinsicht bekam, wurde er angeklagt-ohne ein einziges Beweismittel. Ergebnis: Freispruch aus tatsächlichen Gründen. Den die Staatsanwaltschaft Hannover nicht akzeptierte. Sie trickste sich mit der Behauptung, ihn mit absoluter Sicherheit doch noch überführen zu können,  zum Landgericht Hildesheim, und gab sich dort nicht die geringste Mühe, diese Behauptung zu untermauern. Nicht nur das erboste den Richter.

Danach gab sich die Staatsanwaltschaft Hannover eine Weile zerknirscht, versprach ihm Wiedergutmachung-aber auch das war nur unfähig-verlogen. Nun will er nach Funchal umziehen und stellt sich vor, wie komfortabel dieser Umzug wäre, wenn er seine Lebensversicherung noch hätte. Die ließe er sich vor dem Abflug auszahlen. Nun könnte die Staatsanwaltschaft mit Spenden - für die sie keine Spendenbescheinigung bekäme - einiges wieder gut machen. Doch dann hieße der Film wohl "Staatsanwälte spenden nicht" und würde weiter auf "Wenn Zeitungsenten abheben-Ein Medien- und Justizskandal" fußen...